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02. 12. 2019 Hüttennachmittag

Rechenberg-Bienenmühle


Im Mittelalter, um 1235, baut man auf dem Felssporn über der Mulde die Burg Rechenberg und 1270 wird ein Apetz von Rechenberg erstmals urkundlich erwähnt.

Hier, an der Straße nach Osek in Böhmen, leben die Bewohner von Rinderzucht, Flachsanbau und –spinnerei, Tagelöhnerei, Holz- und Getreidefuhren sowie dem Schlittenbau. 1536 brennen Burg und alle Nebengebäude nieder, weil eine Magd unachtsam ist. Heinrich von Schönberg baut die Burg, inzwischen Adelssitz, wieder auf. 1558 erhält der Ort das Braurecht und 98 Jahre später das Recht, Märkte abzuhalten. Noch heute wird gebraut und das Sächsische Brauereimuseum lädt Besucher ein, die über 450-jährige Braugeschichte während einer Führung kennen zu lernen.

Blick auf die Rechenberger Kirche, Siegmar WagnerEin paar hundert Meter die Mulde flussabwärts entsteht eine Siedlung, nahe einer schon 1463 genannten Brettmühle. Sie ist direkt gelegen an der alten Poststraße nach Sayda aus Frauenstein und Dresden. Es gibt eine Geleiteinnahme sowie ein Wirtshaus. Die Siedlung erhält den Namen Bienenmühle. Entweder hergeleitet aus dem mittelhochdeutschen Wort „büne“ für Bretter und Schindeln oder weil im nahen Waldgebiet, im sogenannten „Bienenholz“, die Waldbienenzucht betrieben wird.

Mit dem Bau der Bahnlinie von Freiberg nach Böhmen in den 1870-ziger Jahren wird das Muldental zeitgemäß erschlossen, es siedelt sich Möbelindustrie in Bienenmühle an.

1925 schließen sich Rechenberg und Bienenmühle zusammen.

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